Aids-Hilfe Schweiz und IBM lancieren #positivarbeiten
Gleichstellung am Arbeitsplatz für Arbeitnehmende mit HIV

Zürich, 1.12.2021 - Am Welt-Aids-Tag 2021 lancieren die Aids-Hilfe Schweiz und IBM (NYSE: IBM) die internationale Initiative #positivarbeiten in der Schweiz.  Diese unternehmens- und länderübergreifende Initiative hat zum Ziel, die Diskriminierung von Menschen mit HIV am Arbeitsplatz zu beenden. Arbeitgeber können eine öffentliche Erklärung abgeben, in der sie die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV verurteilen. Damit werden die Arbeitgeber zu einem wichtigen Fürsprecher für einen fairen, respektvollen und verständnisvollem Umgang mit HIV-positiven Kolleg_innen.

Kolleg_innen wie alle anderen

Diskriminierung aufgrund von HIV ist in der Schweizer Arbeitswelt weiterhin eine Realität. In den letzten zehn Jahren wurden der Aids-Hilfe Schweiz insgesamt 176 Diskriminierungen gemeldet, die die Erwerbstätigkeit betrafen, die Dunkelziffer dürfte noch beträchtlich höher liegen. Typische Fälle sind Nichtanstellungen und Kündigungen wegen HIV (insbesondere im Gastro- und medizinischen Bereich), Mobbing am Arbeitsplatz, ungewolltes Outing am Arbeitsplatz oder übertriebene Vorsichtsmassnahmen.

„Viele Menschen mit HIV vermeiden es daher im Alltag, über ihre HIV-Infektion zu sprechen, um Ausgrenzung oder weitere Fragen zu vermeiden. Diese unfreiwillige Geheimhaltung empfinden viele als belastend“, erklärt Andreas Lehner, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz. „Dabei können Menschen mit HIV bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung heute leben und arbeiten wie alle anderen. Sie sind genauso leistungsfähig und können jeden Beruf ausüben.„

Internationale Initiative

#positivarbeiten entstand im Jahr 2019 auf Initiative der Deutschen Aidshilfe (DAH) gemeinsam mit IBM und SAP. Die Liste der teilnehmenden Länderorganisationen wächst ständig und reicht von Deutschland über Österreich bis USA.

"Seit jeher wird Diversity & Inclusion bei IBM aktiv gelebt und konsequent umgesetzt. Wir stellen seit mehr als 100 Jahren ein sicheres Arbeitsumfeld, in dem weder Ausgrenzung noch Diskriminierung Platz haben. Daher unterstützen wir als IBM Schweiz auch sehr gerne die Initiative #positivarbeiten.", stellt Dr. Christian Keller, General Manager IBM Schweiz fest.

IBM versteht die Erklärung als eine Frage der individuellen Rechte und als Teil ihrer Diversitätsstrategien. IBM will die Stigmatisierung und Isolation beseitigen, die viele Mitarbeiter am Arbeitsplatz empfinden.  Akzeptanz ist eine wesentliche Voraussetzung für eine produktive Arbeitsatmosphäre, in der die Mitarbeiter ihr ganzes Wesen in die Arbeit einbringen können.

Weitere Informationen zu #positivarbeiten: www.positiv-arbeiten.ch

Weitere Informationen zur internationalen Initiative #workingpositively: www.workingpositively.hiv/

 

Kontakt für Journalist_innen:

Andreas Lehner

Geschäftsleiter Aids-Hilfe Schweiz

e-mail: medien@aids.ch

mobile: +41 44 447 11 77

Barbara Jax
IBM Unternehmenskommunikation
e-mail: barbara.jax@at.ibm.com
mobile: +43.664.618 7237