IBM tritt dem MIT-Klima- und Nachhaltigkeitskonsortium bei
Teil einer umfassenderen IBM Future of Climate Initiative

Von Solomon Assefa und Marina Rakhlin. Beide leiten die Future of Climate Strategie bei IBM Research.

 

Am 28. Januar 2021 wurde IBM zusammen mit einem Dutzend weiterer Unternehmen Gründungsmitglied des MIT Climate and Sustainability Consortium (MCSC). Die gemeinsame Mission dieses Konsortiums ist die Beschleunigung und die umfassende Umsetzung von Lösungen zur Bewältigung der Bedrohungen des Klimawandels.

Die Mitgliedschaft von IBM im MCSC ist ein weiterer Meilenstein unseres seit Jahrzehnten bestehenden Engagements für ökologische Nachhaltigkeit. Angefangen bei der Erstellung der ersten branchenübergreifenden Richtlinien für die freiwillige Umweltberichterstattung von Unternehmen in den frühen 1990er Jahren, über unsere Unterstützung des Pariser Klimaabkommens im Jahr 2015 bis hin zu unserer jüngsten Mitgliedschaft im Climate Leadership Council.

 

                                   

 

Im vergangenen Jahr hat IBM Research eine neue globale Initiative namens "Future of Climate" ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative konzentrieren sich Forscher weltweit in unseren Labors auf die Entwicklung von Innovationen mit dem Ziel, eine nachhaltige Hybrid- Cloud, klimafreundliche Künstliche Intelligenz (KI)- Plattformen und eine beschleunigte Materialentdeckung für CO2-Abscheidungen zu ermöglichen.

In unserem aktuellen Wissenschafts- und Technologieausblick 2021 finden Sie weitere Informationen dazu, welchen Ansatz wir bei der Bewältigung drängender Herausforderungen, wie der Klimakrise, verfolgen.

IBM ist seit 28 Jahren in Folge US-Patentführer. Im Jahr 2020 verzeichneten wir allein im Cloud-Bereich 3.000 Patentvergaben. Als führendes Unternehmen für hybride Cloud-Plattformen nimmt IBM die Herausforderung des Energieverbrauchs von Rechenzentren an. Dieser soll laut Prognosen bis 2030 auf insgesamt 10% des weltweiten Stromverbrauchs ansteigen. Eine nachhaltige Hybrid-Cloud-Lösung ermöglicht es Kunden den CO2-Fußabdruck ihrer in der Hybrid-Cloud ausgeführten Workloads zu messen, zu visualisieren und letztlich zu optimieren. IBM Research arbeitet u.a. an einem Technologiekonzept, das die Nutzungspläne von Schiffscontainern via Hybrid Cloud steuert. Dabei wird die Koordinierung der Container so optimiert, dass die Energieeffizienz dieser Supply Chain verbessert und eine dynamische Zeitplanung basierend auf der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie möglich wird.

Klima-intelligente KI-Plattformen sind unerlässlich, um verantwortungsvoll mit Kohlenstoffemissionen umzugehen und eine so genannte Business Resiliency zu ermöglichen. Da extreme Wetterereignisse immer häufiger und schwerwiegender werden, müssen Unternehmen die Risiken dahinter verstehen, Auswirkungen antizipieren und ihren Betrieb daraufhin optimieren. KI-gestützte Plattformen für die CO2-Bilanzierung und die klimabewusste Optimierung der Lieferkette erfordern Innovationen für eine genaue Modellierung und Vorhersage der Auswirkungen. So können beispielsweise durch Abfragen von Geodaten die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie aufgezeigt werden. Inzwischen können wir KI-Modelle bauen, die die physikalischen Gesetze eines Systems erlernen und direkt auf das Klima anwenden können. In jüngster Zeit haben wir in einem Projekt gezeigt, dass durch die Integration von Physik in neuronale Netzwerkmodelle robuste, erklärbare Modelle erstellt werden können, die bei der Vorhersage von Klimaauswirkungen und deren Reduzierung helfen. Außerdem gelang es uns KI-Modelle auf physikbasierte Simulationsdaten zu trainieren, um realitätsnahe Momentaufnahmen des Klimasystems zu erzeugen und ein KI-Surrogatmodell eines komplexen dynamischen Systems zu erstellen.

Eine weitere drängende Herausforderung besteht darin, Materialien zu entwickeln, die CO2 an der Emissionsquelle abfangen, da Treibhausgasemissionen den Klimawandel verschärfen. Im Durchschnitt dauern die Entdeckung und Vermarktung neuer Materialien allerdings mindestens zehn Jahre, jedoch können wir nicht so lang warten. Mithilfe der Kombination von künstlicher Intelligenz, Quantencomputing und Hybrid-Cloud kann diese Entwicklung jetzt beschleunigt werden. Dies gelingt durch die Anwendung von Deep Search, KI- und Quantensimulationen, generativen Modellen sowie Cloud-basierten, KI-gesteuerten autonomen Laboren. So hat in nur wenigen Monaten eines unserer Teams bereits einen Prototyp einer Membran für die CO2-Abscheidung aus Rauchgas synthetisiert.

Der Beitritt zum MCSC gibt uns die Möglichkeit Hand in Hand mit führenden Unternehmen aus anderen Branchen zu arbeiten, um die Roadmaps der Industrie für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zu definieren und die wissenschaftlichen und technologischen Lösungen zur Umsetzung dieser Verpflichtungen zu identifizieren. IBM Research setzt dabei auf ein Modell der branchenübergreifenden Zusammenarbeit, um die komplexen Probleme, die der Klimawandel mit sich bringt, anzugehen.

Durch die Kombination unserer wissenschaftlichen Agenda "Future of Climate", der KI-Expertise von IBM Research, einschließlich der fokussierten Arbeit im MIT-IBM Watson AI Lab und der umfangreichen Erfahrung unserer Partner und Kunden, wird unsere Teilnahme am MCSC zu wertvollen wissenschaftlichen Beiträgen und Branchenlösungen führen. Starke Kooperationen mit kommerziellen Partnern, Hochschulen, Non-Profit-Organisationen und Behörden sind entscheidend für die Priorisierung, Validierung und Pilotierung unserer Innovationen und ermöglichen so einen schnellen Weg, um unsere Lösungsansätze skalieren zu können und ihre Wirkungen aufzuzeigen.  

Wir sind stolz darauf, dem MCSC zusammen mit unseren Partnern beizutreten, und freuen uns auf die Zusammenarbeit und die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft.

 

Link zur Originalmeldung: https://newsroom.ibm.com/IBM-Joins-the-MIT-Climate-and-Sustainability-Consortium-Part-of-a-Broader-IBM-Future-of-Climate-Initiative