IBM plant, die Hybrid Cloud-Wachstumsstrategie zu beschleunigen und die Managed Infrastructure Services in ein eigenständiges, marktführendes Unternehmen auszugliedern
IBM will sich auf das Hybrid Cloud-Wachstum mit einem milliardenschweren Marktpotenzial konzentrieren / Die neue Aktiengesellschaft soll als die weltweite Nummer 1 unter den Anbietern von Managed Infrastructure Services starten / IBM veröffentlicht die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2020.

ARMONK, New York, 8. Oktober 2020 /PRNewwire/ --IBM (NYSE: IBM) kündigte heute an, die Hybrid Cloud-Wachstumsstrategie zu beschleunigen, um die digitale Transformation ihrer Kunden voranzutreiben. Darüber hinaus will IBM das Managed Infrastructure-Serviceangebot aus der Sparte Global Technology Services in eine neue Aktiengesellschaft ausgliedern („NewCo“). Dadurch entstehen zwei branchenführende Unternehmen mit eigenem strategischen Fokus und ausreichend Flexibilität, um einen Mehrwert für Kunden und Aktionäre zu erzielen.

Das Unternehmen erwartet, dass die Ausgliederung ohne steuerliche Belastung für die IBM-Aktionäre erfolgen und Ende 2021 abgeschlossen sein wird.

„IBM konzentriert sich gezielt auf den milliardenschweren Markt für Hybrid Cloud-Lösungen“, sagte Arvind Krishna, CEO von IBM. „Der Bedarf der Kunden im Bereich Anwendungs- und Infrastrukturleistungen ist vielfältig, während unsere Hybrid Cloud-Plattform immer häufiger genutzt wird. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, zwei marktführende Unternehmen zu gründen, die sich auf ihre Stärken konzentrieren. IBM wird den Fokus auf die offene Hybrid Cloud-Plattform und KI-Fähigkeiten legen. NewCo wird über mehr Agilität verfügen, um bei der Gestaltung, dem Management und der Modernisierung der Infrastruktur der weltweit wichtigsten Unternehmen mitzuwirken. Die Wachstumsaussichten für beide Unternehmen werden sich durch neue Partnerschaften und die Erschließung neuer Potenziale verbessern und Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen.“ 

„Wir haben IBM für die neue Ära im Hybrid Cloud-Geschäft in Stellung gebracht“, sagt Ginni Rometty, Executive Chairman von IBM. „Durch den mehrjährigen Unternehmensumbau haben wir zunächst die Grundlage für die offene Hybrid Cloud-Plattform geschaffen und anschließend mit der Übernahme von Red Hat beschleunigt. Gleichzeitig hat sich unser Geschäft für Managed Infrastructure Services mit seinem Know-how für komplexe und unternehmenskritische Infrastruktur als Marktführer etabliert. Als unabhängige Unternehmen werden IBM und NewCo in der Lage sein, ihre jeweiligen Stärken maximal auszuschöpfen. IBM wird den digitalen Transformationsprozess der Kunden weiter beschleunigen, während NewCo die Infrastruktur-Modernisierung vorantreiben wird. Diese Fokussierung beschert unseren Kunden eine Wert- und Innovationssteigerung sowie schnellere Umsetzung.“

IBM, ein marktführendes Unternehmen in den Bereichen Hybrid Cloud und KI

IBM wird sich auf ihre offene Hybrid Cloud-Plattform mit einem milliardenschweren Marktpotenzial konzentrieren. Mit der Übernahme von Red Hat gelang es dem Unternehmen, die Hybrid Cloud-Plattform weiter zu entwickeln und durch die Erschließung neuer Potenziale für Kunden für eine schnellere Verbreitung der Plattform zu sorgen. Die Plattform erleichtert den Einsatz leistungsstarker KI-Kapazitäten zur optimalen Nutzung von Daten, Leistungen zur Anwendungsmodernisierung und Systemen. Gleichzeitig erhalten Kunden die Sicherheit, das Spitzen-Know-how in Schlüsselindustrien und die Innovationsanstrengungen im Open Source-Bereich, die sie von IBM erwarten.

Mit der stärkeren Integration und Fokussierung auf Hybrid Cloud- und KI-Lösungen will sich IBM von einem Unternehmen, dessen Umsatz zu über 50 Prozent aus Dienstleistungen stammt, zu einem mehrheitlichen Anbieter von Cloud-Anwendungen und Lösungen mit hohem Mehrwert entwickeln. Über 50 Prozent des Geschäftsportfolios soll wiederkehrende Umsätze generieren.

Auf der auf RedHat OpenShift basierten offenen Hybrid Cloud-Plattform von IBM können Kunden sämtliche ihrer bestehenden IT-Infrastrukturen unabhängig vom Anbieter verwenden und Anwendungen plattformunabhängig nutzen. Mit dem Hybrid Cloud-Ansatz lässt sich eine bis zu mehr als 2,5-fache Wertschöpfung erzielen als mit einer Public Cloud Only-Lösung.

Die herausragenden und umfassenden Kapazitäten von IBM und ein breit gefächertes Netzwerk von Partnern und unabhängigen Softwareherstellern bieten Kunden innovative Lösungen zur optimalen Nutzung der Hybrid Cloud und ihrer Daten. 

Das IBM Software-Portfolio mit Schwerpunkt auf Daten und KI, Automatisierung und Sicherheit erschließt den Zugang zu umfassenden Innovationsmöglichkeiten in einer Open Source-Umgebung.

Die Geschäfts-, Strategie- und Technologie-Berater von IBM unterstützen Kunden beim Transformationsprozess durch die Modernisierung bestehender Anwendungen und den Aufbau neuer KI-basierter Datenanalyse-Kapazitäten auf der führenden offenen Hybrid Cloud-Plattform.

Die sichere, geschäftskritische Public Cloud von IBM erfüllt alle notwendigen regulatorischen Anforderungen und bietet eine Basis von Open Source-Anwendungen, branchenführenden Sicherheitsstandards und eine an Unternehmensprozesse angepasste Infrastruktur.

Die Verwendung von Hybrid Cloud-Plattformen in Verbindung mit IBM Systems bietet Cloud-native-Entwicklern die Möglichkeit, die herausragenden Kapazitäten der IBM-Hardware zu nutzen. IBM wird diese Hardware, auf die Unternehmen bei der Verarbeitung geschäftskritischer Daten vertrauen, weiterentwickeln und dabei langjährige Kundenbeziehungen nutzen.

Als Teil der beschleunigten Strategie ergreift IBM Maßnahmen, um das Geschäftsmodell im Hinblick auf Schnelligkeit und Wachstum zu vereinfachen und optimieren. Dazu gehören die Straffung des geografischen Modells ebenso wie eine neue Go-to-Market-Struktur, um den Kundenkontakt und Support zu verbessern. Darüber hinaus setzt IBM auch den Konsolidierungskurs im Bereich Shared Services fort. Das vereinfachte und fokussierte Geschäftsmodell wird Innovationen in die Hybrid Cloud beflügeln und für mehr Flexibilität bei den Investitionen in Wachstumsfelder sorgen. Daraus ergeben sich ein stärkeres Finanzprofil und eine klare Strategie zur Umsatz- und Rentabilitätssteigerung.

NewCo, das führende Unternehmen für Managed Infrastructure Services

Das neue Unternehmen (der Name wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben) wird von Beginn an das weltweit führende Unternehmen in der Sparte Managed Infrastructure Services sein. Sein Portfolio umfasst mehr als 4.600 technologieintensive, stark regulierte Kunden in 115 Ländern, davon über 75 % Fortune 100-Unternehmen. Mit einem Auftragsvolumen von 60 Milliarden US-Dollar ist es mehr als doppelt so groß wie sein nächster Mitwettbewerber.

Das neue Unternehmen wird sich ausschließlich auf Management und Modernisierung von kundeneigenen Infrastrukturen mit einem Marktpotenzial von 500 Milliarden US-Dollar konzentrieren. Gestützt auf ein konkurrenzloses Know-how wird es Hosting- und Networking-Leistungen, Leistungsmanagement, Infrastrukturmodernisierung sowie Migration und Management von Multi-Cloud-Umgebungen anbieten. Dies sind kritische Leistungen, die den Kern der Geschäftstätigkeit von Kunden betreffen.

Mit einem straffen Geschäftsmodell wird NewCo Unternehmen dabei unterstützen, durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung, mehr Leistung und eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Das Leistungsangebot von NewCo wird die Agilität von Unternehmen fördern und die Effizienz ihrer Infrastruktur und Datenzentren erhöhen. Ausgehend von jahrzehntelang gewachsenen Geschäftsbeziehungen wird NewCo in der Lage sein, die Infrastrukturen für Spitzenunternehmen in allen Industriesparten zu modernisieren.

NewCo wird seine Marktführerschaft durch verstärkte Investitionen in die nächste Generation von Managed Infrastructure-Leistungen weiter ausbauen, um damit mehr Potenzial für Margen-, Gewinn- und Cashflow-Zuwächse erschließen.  

Das Unternehmen wird auch in der Lage sein, mit sämtlichen Cloud-Anbietern zusammenzuarbeiten und dadurch neue Wachstumschancen zu eröffnen. Gleichzeitig wird es ein starke strategische Partnerschaft mit IBM pflegen und bestehende und neue Kunden weiter bedienen.

Detailinformationen zur Ausgliederung

Die Aktionäre von IBM sollen anteilig und ohne einkommenssteuerliche Belastung (US-amerikanische Einkommenssteuer) an der Abspaltung beteiligt werden. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlusskonditionen, einschließlich der Registrierung bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC („Form 10 registration“), der steuerrechtlichen Einschätzung durch einen Anwalt und der endgültigen Zustimmung des Board of Directors von IBM. Die Ausgliederung soll Ende 2021 abgeschlossen sein.

Im Anschluss sollen die Unternehmen gemeinsam zunächst eine kombinierte Quartalsdividende ausschütten, die der von IBM vor der Ausgliederung gezahlten Dividende pro Aktie entspricht. Nach Abschluss der Ausgliederung wird die Dividendenpolitik vom Board of Directors des jeweiligen Unternehmens bestimmt.

Die einmaligen Transaktionskosten sollen Steuern, im Zusammenhang mit der betrieblichen Trennung notwendige Tätigkeit sowie andere übliche Posten umfassen.

Finanzberater für die Transaktion sind J.P. Morgan Securities LLC und Lazard , als Rechtsberater fungiert Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison LLP.

Vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal

Gemeinsam mit der heutigen Ankündigung legt IBM die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal zum 30. September 2020 vor. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von 17,6 Milliarden US-Dollar, ein verwässertes Ergebnis je Aktie (GAAP) aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,89 US-Dollar und einen operativen (non-GAAP) Gewinn pro Aktie von 2,58 US-Dollar. Da die Ergebnisermittlung für das dritte Quartal noch nicht vollständig abgeschlossen ist, handelt es sich bei diesen Angaben um Annäherungswerte, die sich bis zur Bekanntgabe der vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal im Verlauf dieses Monats noch ändern können.

Über IBM

 

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