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Die KI von IBM würde Mitarbeitenden der DFS Deutsche Flugsicherung bis zu 90 % schnellere Dokumentenrecherche ermöglichen

Steigern Sie Effizienz und Präzision mit KI‑gestützter Dokumentenrecherche – für schnellere Entscheidungen, höhere Produktivität und messbare Prozessvorteile
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.800 Mitarbeitern. Sie sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.200 Fluglotsinnen und Fluglotsen leiten in Spitzenjahren mehr als drei Millionen Flüge sicher durch den deutschen Luftraum, täglich bis zu 10.000. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Bremen, Karlsruhe, Langen und München sowie Tower an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland.
Digitale Technologien spielen bei der Flugsicherung eine immer größere Rolle. Zur Unterstützung der überaus anspruchsvollen Wissensarbeit sucht die DFS kontinuierlich nach neuen Verfahren und Assistenzsystemen, die Zeit sparen, die Produktivität steigern und das hochqualifizierte Personal entlasten. Deshalb hat sich die DFS mit IBM Client Engineering zusammengesetzt, um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) zu evaluieren und die Effizienz inhaltlicher Arbeit mit technischen Tools weiter zu verbessern.
Mit KI alltägliche Abläufe verbessern
Schnell wurde in gezielten Workshops festgestellt, dass große Potenziale für KI-Lösungen bei der DFS darin liegen, betriebsnahe Dokumente und Informationen für die betrieblichen Kolleginnen und Kollegen (z. B. in der Luftraumplanung) besser zugänglich zu machen. Dabei stellte sich bald heraus, dass gängige Large Language Models (LLM) für die sehr speziellen Anwendungsfälle bei der DFS oft ungeeignet sind. Zwar besitzen viele der verbreiteten LLMs und KI-Assistenten ein breites Wissen, kennen aber die für die Flugsicherung relevanten Begriffe, Themen und Strukturen kaum. Das Phänomen von Halluzinationen, die über fehlendes Wissen hinwegtäuschen, stellten für die DFS eine große Herausforderung dar, denn in jedem Fall müssen korrekte Auskünfte sichergestellt werden.
Bereits während des Pilotprojekts konnte das gemeinsame Team viele praktische Vorteile für die tägliche Arbeit der operativen Sachbearbeitenden realisieren:
- 90 % Zeitersparnis bei Detailrecherchen – spezielle Fragen konnten laut Anwenderinterviews innerhalb von nur einer Minute korrekt und mit direkter Verknüpfung zu den relevanten Quellen beantwortet werden
- 4.25 von 5 Sternen als Gesamtbewertung, die im Rahmen von Anwenderinterviews erhoben wurde, illustrieren die hohe Akzeptanz der Anwenderinnen und Anwender
- 33 % verbesserte Produktivität (IBV Performance Data and Benchmarking, 2025)
- 15 % höhere Mitarbeiterzufriedenheit (IBV Performance Data and Benchmarking, 2025)
Die betriebsnahen Mitarbeitenden möchten auf diese Vorteile nicht mehr verzichten und freuen sich schon auf den erweiterten Produktivbetrieb des spezialisierten KI-Assistenten. Auch in der Forschung und Entwicklung könnte die DFS bei der Validierung neuer Verfahren und Luftraumstrukturen Zeiteinsparungen erzielen.
Co-Creation mit agilen Prozessen und IBM watsonx
Ein Schwerpunkt der betriebsnahen Arbeiten bei der DFS beziehen sich auf das Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP IFR), die sogenannte Aeronautical Information Publication (AIP). Das Luftfahrthandbuch Deutschland wird von der DFS im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben und beschreibt u. a. die Regeln, Strukturen sowie die An- und Abflugrouten im Deutschen Luftraum. Nach einem weltweiten Standard erfolgt eine Aktualisierung des Luftfahrthandbuches alle 28 Tage zu einem festgelegten Datum. Das gemeinsame Ziel war es, die Recherche in diesen vielfältigen Dokumenten deutlich zu beschleunigen.
Das IBM Client Engineering entwickelte zusammen mit der DFS innerhalb von nur vier Wochen den KI-Assistenten „AI Pilot for AIP“ (AIP2). Die IBM-Spezialisten brachten dem Assistenten mit KI-Produkten aus dem Portfolio von IBM watsonx das Verständnis spezieller Tabellenformate und anderer komplexer Strukturen bei. Die Flexibilität des integrierten Entwicklerstudios IBM watsonx.ai war hier ein großer Vorteil, da das Team viele Möglichkeiten bei der Auswahl von Foundation Modellen und Embedded Modellen hatten.
Für die DFS war es ein sehr interessantes Projekt, da alle Beteiligten kontinuierliche Einblicke in die Entwicklungsschritte bekommen haben. Das DFS-Team war nah dran, konnte sich alle Tools anschauen und so auch besser verstehen, wo die Herausforderungen für die Umsetzung und künftige Skalierung liegen.
Tolle Tools ermöglichen schnelle Erfolge
Was die DFS besonders beeindruckt hat, war das KI-gestützte Tooling für die Vergleiche und Benchmarks der verschiedenen Modelle. So konnte das Projekt-Team mit Hilfe von IBM watsonx.ai und watsonx.governance unterschiedliche Modelle und Anpassungen ausprobieren und dann die Option mit der besten Qualität auswählen. Das kann besonders im Hinblick auf die rasante Entwicklung neuer Sprachmodelle ein wichtiges Feature darstellen.
Für den Produktivbetrieb hat IBM mehrere Optionen im Angebot: von Private Cloud über Hybrid Cloud bis zu Public Cloud – je nach den individuellen Anforderungen bezüglich Souveränität und Kontrolle über Daten und Infrastruktur. Für Implementierungen mit besonderen Sicherheitsanforderungen bietet IBM mit der IBM Fusion HCI Appliance einen optimierten und integrierten Technologie-Stack auf Basis von IBM watsonx und Red Hat OpenShift. Diese Lösung ermöglicht den Betrieb containerisierter Anwendungen mit Kubernetes und lässt sich in ein vorhandenes Rechenzentrum integrieren.
Positives Feedback ist die Grundlage für die nächsten Schritte
Bei der Realisierung des KI-Assistenten AIP2 befragte das Team auch die Anwenderinnen und Anwender nach ihrer Einschätzung der Lösung. Die Rückmeldungen waren vielversprechend:
- „Es ist eine bequeme Art, Informationen schnell zu bekommen.“
- „Ich muss nicht mehr genau wissen, wo etwas steht, sondern nutze einfach das Werkzeug und sehe direkt, woher die Information kommt.“
- „Der Ansatz hat großes Potenzial, auch über die DFS hinaus. Aus einem der Use Cases könnte ein Zusatzservice mit echtem Mehrwert entstehen, den man Partnern als neue Dienstleistung anbieten könnten.“
Da betriebsnahes und betriebliches Personal wie z. B. Fluglotsinnen und Fluglotsen eine sehr begrenzte Ressource sind, möchte die DFS in einem weiteren Schritt zusammen mit IBM auch untersuchen, wie sie deren Arbeit mit KI-Lösungen noch besser direkt unterstützen und optimieren können.
Weitere Informationen zu IBM Client Engineering und souveräner KI finden Sie unter www.ibm.com/de-de/client-engineering und www.ibm.com/de-de/sovereign-ai
Foto Credits: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Disclaimer: Aussagen über die zukünftige Ausrichtung und Absichten von IBM können ohne vorherige Ankündigung geändert oder zurückgezogen werden und stellen lediglich Ziele und Absichten dar.